Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro forderte US-Präsident Donald Trump auf, das einzustellen, was er als "illegale Kriegstreiberei" bezeichnete, und ernsthafte Gespräche mit seiner Regierung aufzunehmen, inmitten anhaltender Spannungen und unbestätigter Berichte über einen US-Luftangriff auf venezolanischem Boden. Maduros Appell, der während eines Fernsehinterviews erfolgte, kommt, nachdem Trumps Regierung ihm vorgeworfen hatte, eine "Narco-Terroristen"-Organisation zu leiten, die die Vereinigten Staaten mit Drogen überschwemmt, eine Behauptung, die Maduro vehement zurückwies.
Im Gespräch mit dem spanischen Journalisten Ignacio Ramonet ging Maduro auf die Berichte über einen angeblichen CIA-Luftangriff vor Weihnachten ein, den ersten derartigen mutmaßlichen Angriff auf venezolanischem Boden, seit Trump im August den militärischen Druck auf das Land verstärkt hatte. Obwohl Maduro den Angriff nicht bestätigte, deutete er an, dass er in Zukunft besprochen werden könnte, und erklärte: "Dies könnte etwas sein, worüber wir in ein paar Tagen sprechen." Die Äußerungen des venezolanischen Staatschefs fielen während einer Autofahrt durch Caracas, offenbar um trotz des eskalierenden Drucks aus den USA Ruhe zu bewahren.
Die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Venezuela haben sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Die USA haben Sanktionen gegen Venezuela verhängt und Bedenken hinsichtlich Menschenrechten, Korruption und der Aushöhlung der Demokratie unter Maduros Führung angeführt. Washington erkennt Oppositionsführer Juan Guaidó als legitimen Interimspräsidenten Venezuelas an, ein Schritt, den Maduro als Versuch zum Sturz seiner Regierung verurteilt hat.
Maduros Regierung ist mit einer schweren Wirtschaftskrise konfrontiert, die von Hyperinflation, Engpässen bei lebensnotwendigen Gütern und weitverbreiteter Armut geprägt ist. Millionen von Venezolanern sind in den letzten Jahren aus dem Land geflohen, was eine regionale Flüchtlingskrise ausgelöst hat. Die Trump-Regierung hat eine harte Haltung gegenüber Maduro beibehalten, die Sanktionen verschärft und öffentlich militärische Optionen in Erwägung gezogen.
Die aktuelle Situation wird durch die Beteiligung anderer internationaler Akteure weiter verkompliziert. Russland und China unterhalten enge Beziehungen zu Maduros Regierung und leisten wirtschaftliche und militärische Unterstützung. Diese Beziehungen spiegeln einen breiteren geopolitischen Wettbewerb wider, bei dem die USA versuchen, den Einfluss ihrer Rivalen in der westlichen Hemisphäre zu begrenzen. Das Potenzial für eine weitere Eskalation gibt weiterhin Anlass zur Sorge, wobei Maduro vor einem "endlosen Krieg" ähnlich dem Konflikt im Irak warnt, falls die USA ihren derzeitigen Kurs fortsetzen. Bislang hat sich die US-Regierung nicht offiziell zu dem angeblichen Luftangriff geäußert, und die Situation bleibt unübersichtlich.
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